Biotonnen werden kontrolliert

Mangelhaftes Sortieren zwingt Kreis und Kommunen zum Einsatz von Detektoren

Seit vielen Jahren wird im Abfallwirtschaftszentrum (AWZ) in Mechernich-Strempt aus Bioabfall Kompost hergestellt. Voraussetzung für die verlangte Spitzenqualität des fertigen Komposts ist die Anlieferung und Verarbeitung von sortenreinem Bioabfall. Leider hat die Sortierqualität im Kreis Euskirchen seit geraumer Zeit erheblich nachgelassen. Der Bioabfall weist zur Zeit so hohe Störstoffanteile auf, dass am Kompostwerk permanent aufwendige Sortierarbeiten notwendig sind.

 

Hierbei werden Fehlwürfe, wie Kunststoff- und Aluminiumverpackungen, Flaschen sowie Dosen, mühsam von Hand wieder aus dem Bioabfall aussortiert. Manche Chargen sind so stark verunreinigt, dass sie nur noch als Restmüll zu deutlich höheren Kosten in der Müllverbrennungsanlage Bonn entsorgt werden können.

Da erfahrungsgemäß nur ein sehr geringer Anteil der Biotonnennutzer für die starken Verunreinigungen im Bioabfall verantwortlich ist, werden die Biotonnen jetzt noch vor Entleerung mit Hilfe eines elektronischen "Störstoffdetektors" überprüft. Hierdurch können "Störenfriede" direkt vor Ort ausfindig gemacht werden. Die Konsequenz für die Falschbefüller ist dann das Nichtentleeren der Biotonne.

Das Detektionssystem wird seit einigen Jahren erfolgreich im Stadtgebiet Euskirchen eingesetzt. Seit Anfang des Jahres kommt der Detektor nun auch in den restlichen Kommunen des Kreises, mit Ausnahme der Gemeinde Nettersheim, zum Einsatz. Die Bevölkerung wurde durch eine Kartenaktion auf die Fehlbefüllung der Biotonnen, den Einsatz der Störstoffdetektoren und die Konsequenz aus einer Fehlbefüllung hingewiesen. Zur Zeit werden die Tonnen aber trotzdem noch entleert.

Ab dem 18.02. bleiben falsch sortierte Tonnen aber unentleert stehen.

Der Besitzer muss die Biotonne dann selber nachsortieren und zwei Wochen später mit der nächsten Bioabfallsammlung entleeren lassen. Allerdings können sich betroffene Fehlbefüller bei ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung erkundigen, ob es noch andere Möglichkeiten zur Entsorgung der fehlbefüllten, aber vollen, Tonnen gibt.

Bei Fragen stehen Lothar Mehren und Karen Beuke von der Kreisverwaltung Euskirchen unter Telefon (02251) 15241 und (02251) 15371 sowie die Sachbearbeiter der Städte und Gemeinden zur Verfügung.