Enzen heute

Mainacht

Wie auch in vielen anderen Orten unserer Region ist es in Enzen schon seit ewigen Zeiten ein Brauch, in der Nacht zum ersten Mai den "Dorfs-Mai" aufzustellen.

Die Junggesellen nutzen die Gelegenheit, ihrer Angebeteten ebenfalls mit einem Maibaum ihre Zuneigung zu beweisen.

Dabei muss der Junggeselle darauf achten, den Baum nicht zu früh in der Nacht aufzustellen, da viele "Baumräuber" unterwegs sind. Passt man nicht auf, wird der Maibaum von diesen kurzerhand gekappt und "entführt". Für den betroffenen Junggesellen gilt das als ziemlich peinliche Niederlage.

Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre nahm dieses "Maibaumstehlen" recht brutale Formen an. In der Mainacht gab es damals oft regelrechte Schlachten zwischen den Junggesellen der umliegenden Dörfer, bei denen teils sogar Menschen zu Schaden kamen.

Nachdem aus diesem Grunde die alte Tradition fast verloren ging, besinnen sich die heutigen Teilnehmer der Mainacht zum Glück wieder auf den friedlichen Ursprung.

In Enzen lohnt sich in jedem Fall ein Besuch des Maifestes, das jedes Jahr von unseren Junggesellen veranstaltet wird. Bereits am späten Nachmittag wird mit Hilfe der Kinder aus dem Dorf der Dorfmai geschmückt und anschließend am Dorfplatz aufgestellt.

 

Wolfgang Sewelies hat das Schmücken und Aufstellen des Maibaums am Dorfplatz gefilmt:

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Allerseelensingen

 Jedes Jahr am 1. November begeben sich die Allerseelen-Singer auf den "Heischegang" und besuchen alle Haushalte im Ort. Mit kräftigem aber schwer zu verstehendem Sprechgesang bitten sie um eine Gabe, die meist in Form von Geld, manchmal auch in flüssiger Form, gegeben wird.

Et Tannewäldchen

"Et Tannewäldchen" ist ein legendäres, sagenumwobenes Stück Land nahe bei Enzen. Wohl wegen der speziellen Ereignisse, die dort stattgefunden haben (dat Möschemännche ovvendrop...), wurde es Anfang des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Lied verewigt, komponiert von Alibert Guimbert, einem Vorfahren der Familie Quadflieg.

Das Enzener Wappen

Was 2006 mit einem "Karnevals-Gag" begann - initiiert von Mitgliedern der KG Enzen - wurde von den "Enzenern Historikern" aufgenommen und nach historischen und heraldischen Gesichtspunkten in gewissenhafter Kleinarbeit vervollständigt.