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 Jedes Jahr am 1. November begeben sich die Allerseelen-Singer auf den "Heischegang" und besuchen alle Haushalte im Ort. Mit kräftigem aber schwer zu verstehendem Sprechgesang bitten sie um eine Gabe, die meist in Form von Geld, manchmal auch in flüssiger Form, gegeben wird.

Der JGV beim HeischegangDas Geld wird dazu verwendet, im laufenden Jahr Messen für die Verstorbenen im Dorf zu bestellen. Die Getränke hingegen werden in der Regel gleich vor Ort ihrer Bestimmung zugeführt...

Hier zum allgemeinen Verständnis der Originaltext:

Gott grüß' in allen Ehren, die in dem Hause sind,Gott grüßt die armen Seelen, die im Fegefeuer sind,
Es läut', es kleppt, den armen Seelen zum Trost,

damit Gott sie aus dem Fegefeuer erlöst.

Die Gaben, die ihr uns geben wollt,
die geh'n euch selber an
den Weg zum ew'gen Leben,
da ist kein Zweifel dran,
da ist kein Zweifel dran!

Wir danken für die Gaben, die ihr uns habt getan,
es werden eure Seelen vor Gott zu komme stonn!

Man sollte diesen Sprechgesang auf jeden Fall grammatikalisch und dialektisch großzügig betrachten. Der Spruch ist schon Jahrzehnte alt und wurde von Generation zu Generation mündlich überliefert. Die letzte Zeile bedeutet übrigens soviel wie "Es werden eure Seelen vor Gott zu stehen kommen".

Siehe auch: