Aus der Chronik

Wissenswertes und Interessantes aus unserer Vereins-Chronik.

Im Jahre 1965 entschlossen sich einige Mitglieder des Junggesellenvereins, eine eigenständige Abteilung, nämlich einen Tambourcorps, zu gründen. So luden die Herrn Wilhelm Huthmacher und Leonhard Schäfer, der zu dieser Zeit Vorsitzender des Junggesellenvereins war, für Sonntag, den 09.05.1965 zu einer Gründerversammlung ein. Nach dieser Versammlung und einigen weiteren darauffolgenden Besprechungen erklärten sich die Herren Wilhelm Schmitz, Wilhelm Huthmacher, Karl-Hans Berk, Jakob Koch, Peter Kitz und Walter Schleicher bereit als Flötisten im neu gegründeten Verein aktiv zu werden.

tambourwettstreit 1966Trommler im neuen Verein wurden die Herren Winfried Kupilas, Alois Schäfer, Joachim Schwerdtfeger und Elmar Kreuer. Um nun auch wirklich musizieren zu können, benötigten die genannten Personen natürlich die notwendigen Instrumente. Aus diesem Grunde gingen Wilhelm Huthmacher und Wilhelm Schmitz kurz nach der Gründung durch unser Dorf Enzen, um für die Anschaffung von Trommeln das nötige Geld zu sammeln. Die Flötisten kauften sich ihr Handwerkzeug, die Querflöten, selbst.

 

Die ersten beiden Märsche, deren Noten bzw. Griffunterlagen vom TC Ülpenich übernommen wurden, waren „das Lieben bringt große Freud“ und der „Jägermarsch 1“.

 

Der Erste Auftritt fand schon am Kirmessamstag 1965 in Enzen statt, wobei das frisch gegründete Corps von den Herrn H. Greuel aus Satzvey als Tambourführer und H. Josephs als Paukist unterstützt wurde. Da Herr Greuel Kirmessonntag und –Dienstag nicht zur Verfügung stand, übernahmen Werner Schumacher und Karl-Hans Berk den Posten des Tambourmajors. Um den Kauf einer eigenen Pauke, eigener Becken und einer Lyra zu finantieren, wurde ab Herbst 1965 von den Aktiven des Vereins Altpapier gesammelt und zum Verkauf zur Papierfabrik nach Zülpich gefahren.

karneval 1967Bereits im Oktober 1965 traten die Schüler Walter Kienast, Christian Diefenthal, Hermann-Josef Schäfer, Christian Schäfer, Harry Buch, Helmuth Hövek, Peter Steinmann und Hardy Wendel dem Verein bei. Schon im Jahre 1966 zählte der Verein 32 aktive Mitglieder. Der erste außerörtliche Auftritt fand 1966 bei einem Tambourwettstreit in Euskirchen statt. Bis einschließlich 1967 trat das Corps in der Uniform des Junggesellenvereins, also in schwarzer Hose, weißem Hemd und schwarzer Krawatte, bei den Festlichkeiten auf.

 

 

 

uniformmuetze 1967Doch schon im selben Jahre wurden dann grüne Uniformmützen für alle gefertigt. In diesem Jahre waren wir auch erstmalig bei den Karnevalsumzügen in Dürscheven und Euskirchen aktiv dabei. Mit Schiffen als Fuhrwerk für die Pauken und Getränke wurde dann in Seemannskostümen bei diesen Umzügen musiziert.

Auf Wunsch der aktiven wurden dann im Jahre 1968 Fanfaren angeschafft, mit denen man natürlich nach der notwendigen Vorbereitung, bei Auftritten mit verschiedenen Musikstücken große Erfolge erzielte. Natürlich gehörten zur Anschaffung der Fanfaren auch die dazu passenden Landsknechttrommeln.

Fanfarenbläser waren: Josef Meurer, Wilhelm Huthmacher, Roland Straub, Hermann –Josef Schäfer, Hardy Wendel, Walter Kienast, Karl Hammes , Karl-Hans Berk, Leo Schäfer, Jakob Koch, Dieter Ruf und Franz-Josef Jordan. Unter der Leitung von Paul Reuter wurde dieses Instrument erlernt.

josef meurer1968 erhielten die älteren Mitglieder Uniformröcke und Hosen. Ab dem Jahre 1970 wurden neben dem männlichen auch weiblicher Nachwuchs in den Verein aufgenommen. Am 30. April 1972, anlässlich des 75-jährigen Gründungsfestes des Junggesellenvereins, feierte man dann das erste große Fest mit befreundeten Tambourcorps und Musikvereinen in Enzen.

Bei strahlendem Wetter zogen an diesem Wochenende nicht nur die Junggesellen sondern auch einige Tambourcorps durch unser Dorf, die sich nach dem Festzug beim Wettspiel einer fachkundigen und kritischen Jury stellten. Den ersten Auslandsauftritt für das Tambourcorps gab es dann im Jahre 1973. Gemeinsam mit dem Musikverein Obergartzem ging die Fahrt zum Musikfest nach Essene in Belgien. Schon zur Dorfkirmes in Enzen 1973 erfolgte dann der Gegenbesuch des belgischen Musikvereins aus Essene mit dem Namen „Pro Deo et Patria“.

1974 wurde der TC „HUMOR“ dann in das Vereinsregister des Amtsgerichts eingetragen und wurde im selben Jahre auch Mitglied im „Bund der Spielmanszüge des Kreises Euskirchen“.


kirmes 1973Am 4. Mai 1075 fand in Enzen ein großes Maifest in Verbindung mit dem 10. Gründungsfest des Tambourcorps statt. Die aktiven Mitglieder, die auf eine 10-jährige Tätigkeit im Verein zurückblicken konnten, wurden mit einer Urkunde und einer Anstecknadel ausgezeichnet.

1976 veranstaltete der Verein für aktive Mitglieder einen Ausflug ins Sauerland und ins Rothaargebirge. Im Jahre 1977 konnte der mit dem Tambourcorps verbundene Junggesellenverein auf eine 80-järige Vereinsgeschichte zurückblicken. Das Jubiläum wurde im Zusammenhang mit dem ersten Sommerfest des Vereins veranstaltet. Nach einem gemeinsamen Kirchgang am Abend wurde mit den befreundeten Musikvereinen aus Floisdorf und Zülpich musikalisch durch Enzen maschiert. Anschließend traf man sich auf dem Platz hinter der Gaststätte Hammes zum Tanz.

Nachdem man bisher den St. Martinszug in der Gemeinde lediglich musikalisch unterstütz hatte, übernahm man im November 1977, zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Enzen, auch die Organisation und Veranstaltung dieses Zuges.

Zu Beginn des Jahres 1978 bauten die Aktiven Josef Meurer und Leo Schäfer einen kleinen Planwagen der dem Corps seitdem als Bagagewagen bei der Teilnahme an den verschiedenen Karnevalszügen dient.

Am 30. April 1978 wurde vom Tambourcorps der bis dahin traditionelle Maiball zum letzten Male abgehalten. Da das Interesse der Enzener an dieser Veranstaltung in den letzten Jahren immer mehr nachgelassen hatte beschloss man, diese Veranstaltung nicht mehr durchzuführen.

Traditionell begann auch das Jahr 1979 mit Auftritten bei verschiedenen Karnevalsveranstaltungen und Umzügen. Unter anderem wurde in diesem Jahr auch der Stadtfeuerwehrtag, dessen Ausrichtung der Feuerwehr Enzen oblag, musikalisch unterstützt. Nicht nur die Freiwillige Feuerwehr, sondern alle anderen Dorfvereine können auf die musikalische Begleitung unseres Corps bei ihren Festlichkeiten und Veranstaltungen zählen. Unter der Schirmherrschaft des Bürgermeisters der Stadt Zülpich, Herrn J. C. Rhiem, beging man im Jahre 1979 das Kirmesfest in Verbindung mit einem Tambourcorpsfreundschaftstreffen. Den Höhepunkt bildete der Festzug am Sonntag mit den befreundeten Corps aus Hostel, Oberwichterich, Harzheim, Mechernich, Broich und Bad Münstereifel. Erstmalig marschierten auf Einladung des Vorstandes auch Abordnungen der Dorfvereine nämlich der ehemaligen Junggesellen, des Gesangsvereins, des Reitervereins und der Freiwilligen Feuerwehr, in diesem Festzug mit.

Für unsere stattliche Jugendarbeit bestand der Höhepunkt in einer mehrtätigen Fahrt zum Treffen der jugendlichen Musikanten, organisiert vom „Kreisverband der Spielmannszüge“ in Büttgenmach/Belgien.

Zweck, Ziel und Aufgabe des Tambourcorps soll die Pflege der Musik, die Förderung der Freundschaft und die Verschönerung von Veranstaltungen jeglicher Art sein.

Unter diesem Motto begannen alle Jahre unseres aktiven Musizierens, natürlich auch die 80er Jahre. Für unsere Karenvalsauftritte wurden nach mehreren Besprechungen und Zusammenkünften Kostüme angeschafft. Man einigte sich auf die Anschaffung von Ponchos und Sombreros. Mit diesem Kostüm wurden dann alle Karnevalsveranstaltungen bis einschließlich 1988 besucht.

Am 9.3.1980 wurde die Stadt Zülpich und den einzelnen Dorfvereinen, wie z.B. Musikvereinen, Tambourcorps und Gesangvereinen von einer Plattenfirma das Angebot gemacht, eine Schallplatte bzw. Musikkassette zu erstellen. Auch unser Verein nahm daran teil und hatte am Sonntag, dem 9.3.1980 in der Zülpicher Schule einen Aufnahmetermin. Mitte des Jahres erschien die Platte unter dem Namen „Klingende Grüße aus Zülpich“.

gruppenbild 1980karneval 1980


Auch 1980 fand in Enzen parallel zur Kirmes ein Freundschaftstreffen mit verschiedenen Tambourcorps statt. Am 28.9.1980 nahmen die Tambourcorps aus Euskirchen, Friesheim, Oberwichterich, Schwerfen, Dreiborn, Herhahn, Wüschheim, Mechernich und aus Belgien der TC aus Büttgenbach daran teil.

Im Jahre 1981 waren wir Teilnehmer beim historischen Festzug der Stadt Zülpich anlässlich der 1450-Jahrfeier der Stadt. Der Auftritt erfolgte in Kostümen, die zeitlich in die Aera der Frankenzeit passten und dem Verein zur Verfügung gestellt wurden.

Da man in den Vorjahren zumeist Ausflugsfahrten für die Jugendlichen nach Büttgenbach und Wanderungen für alle Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins organisiert hatte, wurde im Jahre 1982 unter der Organisation des Vorsitzenden Josef Meurer erstmals eine mehrtägige Fahrt für die älteren Mitglieder gestartet. Die Fahrt führte in den Schwarzwald und wurde durch Tagesfahrten zum Bodense und zum Vierwaldstädter See ergänzt.

Auch im Jahre 1982 waren nicht nur die großen Feste nötig, um musikalisch aufzuspielen, denn wir spielten und spielen auch heute noch bei allen Geburtstagen Enzener Bürger ab dem 80. Lebensjahr sowie auf Wunsch bei allen anderen Vereinen, am Kriegerdenkmal, bei Goldhochzeiten usw.